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| Symptome: |
Der größte "Vorteil" von Hodenkrebs liegt darin, dass man ihn leicht selbst entdecken kann: Regelmäßig unter der Dusche oder in der Wanne die Hoden abtasten, denn die typischste Beschwerde ist eine Schwellung oder ein Knoten an einem Hoden (schmerzlos oder schmerzhaft). Beim geringsten Verdacht sofort zum Urologen! Eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung klärt alles schnell und zuverlässig auf! Andere (mögliche) Symptome: Ein "Schweregefühl" am Hoden, oder in der Leiste. Bei weiter fortgeschrittenen Stadien auch Rückenschmerzen durch vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum, sowie vergrößerte und schmerzhafte Brustdrüsen. |
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| Konsequenzen: |
98% ALLER Fälle (incl. später Stadien!) werden dauerhaft geheilt. Der verbleibende Hoden übernimmt die Aufgaben des anderen. Ergo entsteht auch keine Unfruchtbarkeit! Der fehlende Hoden kann durch eine Prothese ersetzt werden. Hodenkrebs ist nicht erblich oder gar ansteckend. Nach der Behandlung sind Nachsorgeuntersuchungen notwendig. Die Häufigkeit hängt vom individuellen Fall ab und nimmt mit der Zeit ab. Ohne Behandlung ist Hodenkrebs immer tödlich. |
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| Behandlung: |
Die Behandlung beginnt praktisch immer mit der operativen Entfernung des Hodens. (siehe unten) Danach müssen eventuelle Krebszellen, die sich schon im Körper befinden beseitigt, bzw. abgetötet werden. Dies geschieht entweder mit Hilfe einer weiteren OP zur Entfernung von Lymphknoten im Bauchraum oder einer Bestrahlung oder/und einer Chemotherapie, die jedoch keineswegs immer notwendig wird. Die Bestrahlung bringt normalerweise nur geringe Nebenwirkungen mit sich, die sich zudem mit Medikamenten gut kontrollieren lassen. Eine Chemotherapie war bei mir nicht notwendig, mehr dazu in den Erfahrungsberichten bei den Links weiter unten. |
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| Operation: |
Auch wenn es eine seltene Erkrankung ist, die Operation ist eher einfach. Der Schnitt erfolgt dabei nicht im Hodensack, sondern in der Leiste! Von dort wird der betreffende Hoden freigelegt, und seine "Zu- und Ableitungen" zunächst abgeklemmt. Jetzt wird ein Stück des verdächtigten Gewebes entnommen und in die Pathologie geschickt, um dort mit Hilfe eines "Schnellschnittes" untersucht zu werden. Etwa eine viertel Stunde später steht fest, ob der Hoden entfernt werden muss, oder ob sich der Verdacht nicht bestätigt hat. Dann wird der Hoden wieder zurückgeführt. Bestätigte sich der Verdacht, wird der Hoden incl. seiner 'Zuleitungen' entnommen. Insgesamt dauert der Eingriff nicht mal eine Stunde. |
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| Ein paar Fakten: |
Die Risikoaltersgruppe: meist zwischen 20 und 40 Jahre. Etwa 2900 Neuerkrankte pro Jahr in Deutschland (Lungenkrebs: etwa 29000 Männer p.a.!). Vorbeugung: Nicht möglich. Aber leichte Früherkennung! Risikofaktoren: Leisten- oder Pendelhoden vergrößert das Risiko. Ein Bruder mit Hodenkrebs erhöht das Risiko um den Faktor 10. In 95% der Fälle tritt der Krebs nur an einem Hoden auf. Hodenkrebs heißt auch 'Keimzellentumor'. Die häufigsten Hoden-Tumorarten sind Seminome. Alle anderen werden als Nichtseminome zusammengefaßt - wobei weitere Unterklassen bestehen. Je nach Tumorart unterscheidet sich die Therapie, insbesondere da Seminome hoch strahlenempfindlich sind. |
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| Auswahl der Klinik: |
Für den Laien ist die Auswahl der Klinik natürlich nur schwer nach fachlichen Gesichtspunkten möglich.
Aber eines ist doch wichtig: Weniger auf die Qualität des Essens schauen, als auf die medizinischen Möglichkeiten. Und dabei ist zunächst die Urologie wichtig, auch wenn dort "lediglich" die Hodenentfernung durchgeführt wird. Darüber hinaus sollte das Klinikum über eine gute eigene Pathologie verfügen, den dort wird ja das Tumorgewebe noch während der OP untersucht. Das ausgesuchte Krankenhaus sollte auch über einen modernen Computer Tomographen und eine gute Strahlentherapie Abteilung verfügen. Die Chemotherapie wird dann regelmäßig auf der Krebsstation durchgeführt. Also keine schöne Privat Klinik im Grünen suchen, sondern ein modernes "Full Service" Krankenhaus. Für gutes Essen sorgen im Notfall die Freunde und der Pizza Bringservice. Ich hatte das besondere Glück, sowohl beruflich als auch privat regelmäßig mit vielen Ärzten zusammenzutreffen, und konnte mich deshalb schon vorab informieren welche Kliniken in München empfehlenswert sind: Das außergewöhnlich einheitliche Ergebnis: Einen guten Ruf haben das Klinikum Harlaching und Rechts der Isar. Die beiden anderen großen Krankenhäuser genießen unter Urologen offensichtlich einen nicht so guten Ruf. |
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